Schielbehandlung bei Kindern und Erwachsenen
Schielen ist eine Fehlstellung der Augen, bei der die Augen nicht parallel ausgerichtet sind und es zu einer Abweichung eines oder beider Augen kommen kann. Mit einer geeigneten Behandlung lässt sich sowohl ästhetisch als auch funktionell ein ausgeglichener Blick erreichen. Eine frühzeitige Diagnose erhöht den Behandlungserfolg.
15.000+ Başarılı Göz Ameliyatı
Özel Sigorta Geçerli
20+ Yıllık Deneyim
Schielen ist ein Zustand, bei dem die Augen nicht parallel ausgerichtet sind und sich eines oder beide Augen sichtbar verschieben. Mit einer geeigneten Behandlung kann sowohl aus ästhetischer als auch aus funktioneller Sicht eine ausgewogene Augenstellung erreicht werden. Eine frühzeitige Diagnose kann den Behandlungserfolg positiv beeinflussen.
Was ist Schielen? Was bedeutet Augenfehlstellung?
Schielen (Strabismus) bezeichnet eine Störung der parallelen Ausrichtung der Augen, bei der ein Auge geradeaus blickt, während das andere in eine andere Richtung abweicht. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dies häufig als Augenfehlstellung bezeichnet. Das abweichende Auge kann nach innen, außen, oben oder unten gerichtet sein.
Für ein gesundes Sehen ist es erforderlich, dass beide Augen denselben Punkt fixieren. Beim Schielen ist das Gleichgewicht der Augenmuskulatur gestört, wodurch die Parallelität der Augen verloren geht. Dies kann sowohl die Sehqualität als auch das äußere Erscheinungsbild beeinflussen.
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Art des Schielens und Altersgruppe. Eine frühzeitige Erkennung und eine geeignete Therapie sind sowohl für die Sehentwicklung als auch für langfristige Ergebnisse von großer Bedeutung.
Warum entsteht Schielen?
Schielen entsteht nicht durch eine einzelne Ursache. Unterschiedliche Faktoren, die Augenmuskeln, Nerven oder Sehzentren betreffen, können dazu beitragen. Die Fehlstellung kann bereits im Kindesalter auftreten oder sich auch im Erwachsenenalter entwickeln.
Angeborene (kongenitale) Ursachen
Bei manchen Personen besteht Schielen von Geburt an. Dabei können genetische Veranlagungen oder entwicklungsbedingte Faktoren während der Schwangerschaft eine Rolle spielen.
Schielen infolge von Brechungsfehlern
Starke Fehlsichtigkeiten, insbesondere ausgeprägte Weitsichtigkeit, können vor allem bei Kindern dazu führen, dass die Augen ihre normale Ausrichtung verlieren. In solchen Fällen kann eine frühzeitige Brillenkorrektur eine wichtige Rolle spielen.
Probleme der Augenmuskeln oder Nerven
Schädigungen der Nerven, die die Augenmuskeln steuern, oder strukturelle Veränderungen der Muskulatur können zu einer gestörten Augenbewegung führen. Solche Veränderungen können unter anderem durch Verletzungen, neurologische Erkrankungen oder Infektionen entstehen.
Traumatische und systemische Erkrankungen
Kopfverletzungen, Schlaganfälle, Hirntumoren oder Schilddrüsenerkrankungen können ebenfalls zur Entwicklung von Schielen beitragen. Diese Formen treten häufiger im Erwachsenenalter auf.
Welche Symptome können bei Schielen auftreten?
Schielen kann deutlich sichtbar sein oder sich lediglich durch Beschwerden bemerkbar machen. Besonders im Kindesalter ist eine frühzeitige Erkennung für den Behandlungserfolg wichtig.
- Verlust der parallelen Augenstellung
- Doppeltsehen (Diplopie)
- Kopfneigung oder seitliches Blicken
- Beeinträchtigte Tiefenwahrnehmung
- Visuelle Ermüdung oder häufiges Blinzeln
Wie wird Schielen diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt durch eine ausführliche augenärztliche Untersuchung und spezielle Tests. Gerade bei Kindern ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, um der Entwicklung einer Sehschwäche (Amblyopie) vorzubeugen.
Dabei werden unter anderem:
- die Sehschärfe beider Augen getrennt gemessen,
- Brechungsfehler wie Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Astigmatismus festgestellt,
- Abdecktests und Lichtreflexmethoden zur Bestimmung von Richtung und Ausmaß der Abweichung eingesetzt,
- das Zusammenspiel der Augenmuskeln beurteilt.
Bei Kindern kommen häufig spielerische Untersuchungsmethoden zum Einsatz. Zudem wird geprüft, ob ein Risiko für eine Amblyopie besteht.

Wie erfolgt die Schielbehandlung?
Die Behandlung wird individuell geplant und richtet sich nach Ursache, Ausmaß der Fehlstellung, Alter und Sehfunktion. Ziel ist nicht nur die Korrektur der Augenstellung, sondern auch ein harmonisches beidäugiges Sehen.
Brillenkorrektur
Bei bestimmten Schielformen, insbesondere bei brechungsbedingtem Schielen, kann eine korrekt angepasste Brille zur Verbesserung der Augenstellung beitragen.
Okklusionstherapie (Amblyopiebehandlung)
Liegt zusätzlich eine Sehschwäche eines Auges vor, kann das besser sehende Auge zeitweise abgedeckt werden, um die Nutzung des schwächeren Auges zu fördern. Diese Methode wird überwiegend im Kindesalter eingesetzt.
Augenübungen (orthoptische Therapie)
Bei leichten Formen oder bei Schielen, das vor allem bei Naharbeit auffällt, können gezielte Übungen die Zusammenarbeit der Augen unterstützen.
Operative Behandlung
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden. Dabei wird die Position der Augenmuskeln angepasst, um die Parallelität der Augen zu verbessern. Der Heilungsverlauf ist in der Regel zügig.
Wann kann eine Operation erforderlich sein?
Eine operative Behandlung wird häufig in folgenden Situationen erwogen:
- konstantes Schielen, das sich durch Brillen nicht korrigieren lässt,
- deutlich wahrnehmbare ästhetische Beeinträchtigung,
- fehlendes stabiles beidäugiges Sehen,
- im Erwachsenenalter neu aufgetretenes Schielen mit Doppeltsehen,
- fortschreitende Schielformen aus der Kindheit.
Der Eingriff zielt darauf ab, die Augenmuskeln gezielt zu stärken oder zu schwächen. In manchen Fällen kann ein weiterer Eingriff erforderlich sein, abhängig von der individuellen Reaktion der Muskulatur.
Heilungsverlauf nach der Schielbehandlung
Der Heilungsverlauf hängt von der angewendeten Methode und vom Alter ab. Nicht-operative Verfahren erfordern meist eine längere Beobachtungsphase mit regelmäßigen Kontrollen.
Nach einer Operation ist die Erholung in der Regel unkompliziert. Vorübergehende Rötung, Fremdkörpergefühl oder Tränenfluss können auftreten und lassen sich meist gut mit Augentropfen behandeln.
Zu beachten sind unter anderem:
- sorgfältige Augenhygiene,
- regelmäßige Anwendung der verordneten Medikamente,
- Vermeidung körperlicher Belastung in den ersten Tagen,
- Einhaltung der Kontrolltermine.
Bei Kindern kann nach der Operation eine Fortsetzung der Brillen- oder Okklusionstherapie sinnvoll sein, um die Sehentwicklung zu unterstützen.
Warum ist eine frühe Diagnose so wichtig?
Eine frühzeitige Erkennung von Schielen kann wesentlich dazu beitragen, die Sehentwicklung zu erhalten und den Behandlungsaufwand zu reduzieren, insbesondere im Kindesalter.
Mögliche Vorteile einer frühen Abklärung:
- geringeres Risiko für Amblyopie,
- bessere Zusammenarbeit beider Augen,
- Vorbeugung von Doppeltsehen,
- Reduktion ästhetischer Auffälligkeiten im Kindesalter,
- größere Erfolgsaussichten nicht-operativer Maßnahmen.
Da Schielformen angeboren oder später erworben sein können, ist eine regelmäßige Beobachtung der Augenstellung – besonders bei Kindern – sinnvoll. Auffälligkeiten wie Augenabweichung, häufiges Zusammenkneifen oder Kopfneigung sollten augenärztlich abgeklärt werden.
Die Schielbehandlung trägt zur Korrektur von Fehlstellungen der Augenmuskulatur bei und kann sowohl die visuelle Koordination als auch die Lebensqualität positiv beeinflussen.
Für weitere Informationen oder eine fachliche Einschätzung kann Kontakt zur Klinik aufgenommen werden.