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Ist eine Laser-Augenoperation wirklich dauerhaft? Risiken und Vorteile der Laser-Augenbehandlung

Die Laser-Augenbehandlung ist ein Verfahren, das seit vielen Jahren erfolgreich angewendet wird und durch technologische Fortschritte zunehmend sicherer geworden ist. Wie bei jeder medizinischen Behandlung steht jedoch auch hier eine individuelle Beurteilung im Vordergrund. In diesem Beitrag beleuchten wir die Sicherheit der Laser-Augenbehandlung aus allen relevanten Perspektiven.

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Op. Dr. Murat Ün

Paylaş

Die medizinisch als refraktive Chirurgie bezeichnete Laser-Augenbehandlung – umgangssprachlich oft als „Augenlasern“ bezeichnet – ist ein laserbasiertes Verfahren zur Korrektur von Sehfehlern des Auges.

Was ist eine Laser-Augenbehandlung?

Diese Methode zielt darauf ab, ohne Brille oder Kontaktlinsen scharf sehen zu können, und wird in der Regel bei Personen mit Myopie, Hyperopie oder Astigmatismus in Betracht gezogen. Ziel ist es, mithilfe eines speziellen Lasers die Hornhaut so zu formen, dass das Licht korrekt auf der Netzhaut fokussiert wird und dadurch klares Sehen möglich wird.

Die Laser-Augenbehandlung ist weniger eine medizinische Notwendigkeit als vielmehr eine Entscheidung zur Steigerung des Lebenskomforts. Sie ist nicht für jede Augenstruktur geeignet und sollte daher erst nach einer ausführlichen augenärztlichen Untersuchung beurteilt werden.

Da sich Augenaufbau, Hornhautdicke und Ausmaß der Fehlsichtigkeit von Person zu Person unterscheiden, wird der Behandlungsplan individuell festgelegt. Verschiedene Tests werden durchgeführt, um auf dieser Basis die geeignete Lasermethode zu bestimmen.

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, dass jede Sehschwäche zwingend mit einer Laserbehandlung korrigiert werden könne. Tatsächlich ist die refraktive Laserchirurgie bei bestimmten Augenstrukturen nicht geeignet. Deshalb sind eine präzise Diagnostik und eine sorgfältige Eignungsprüfung vor der Behandlung der wichtigste Schritt im gesamten Prozess.

In welchen Fällen wird eine Laser-Augenbehandlung in Betracht gezogen?

Die Laser-Augenbehandlung wird häufig von Menschen gewählt, die mit Brille oder Kontaktlinsen unzufrieden sind und sich im Alltag mehr visuelle Freiheit wünschen. Besonders Personen, die häufig ihre Brille wechseln müssen, Kontaktlinsen nicht vertragen oder bei sportlichen Aktivitäten mehr Komfort suchen, informieren sich über diese Option.

Die Methode richtet sich vor allem an die Korrektur von Myopie, Hyperopie und Astigmatismus. Ob sie im individuellen Fall geeignet ist, hängt jedoch von bestimmten Grundkriterien ab:

Bei welchen Fehlsichtigkeiten ist sie wirksam?
Laserbehandlungen sind in der Regel geeignet bei:

  • Myopie (Kurzsichtigkeit),
  • Hyperopie (Weitsichtigkeit),
  • Astigmatismus (verzerrtes oder unscharfes Sehen).
    Die Dioptrienwerte müssen jedoch innerhalb bestimmter Grenzen liegen, die individuell festgelegt werden.
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Spielen Alter und Stabilität der Sehstärke eine Rolle?

In der Regel kommen Personen ab 18 Jahren infrage, deren Sehstärke seit mindestens einem Jahr stabil ist. Auch der anatomische Aufbau des Auges, die Hornhautdicke und die allgemeine Augengesundheit sind entscheidende Faktoren bei der Behandlungsentscheidung.

Die Laser-Augenbehandlung ist keine ästhetische Maßnahme, sondern eine medizinische Anwendung zur Verbesserung der Lebensqualität – vorausgesetzt, die notwendigen Kriterien sind erfüllt. Deshalb ist die fachärztliche Beurteilung ausschlaggebend.

Wer ist für eine Laser-Augenbehandlung nicht geeignet?

Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist auch die Laser-Augenbehandlung nicht für jede Person geeignet. Wichtig ist, Erwartungen, den aktuellen Zustand der Augen und die medizinischen Eignungskriterien realistisch zu bewerten.

In der Regel gelten folgende Personengruppen nicht als geeignete Kandidaten:

  1. Personen mit unzureichender Hornhautdicke:
    Für eine sichere Laserbehandlung muss die Hornhaut eine Mindestdicke aufweisen. Bei zu dünner Hornhaut kann kein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet werden, weshalb alternative Verfahren in Betracht gezogen werden.
  2. Personen mit aktiven Augenerkrankungen:
    Bei bestimmten Hornhauterkrankungen wie Keratokonus oder ausgeprägter trockener Augenproblematik wird eine Laserbehandlung meist nicht empfohlen, da das Risiko von Komplikationen erhöht sein kann.
  3. Schwangerschaft und Stillzeit:
    Aufgrund hormoneller Veränderungen können während dieser Phasen vorübergehende Schwankungen der Sehstärke auftreten. Daher wird empfohlen, mit einer dauerhaften Behandlung bis zum Abschluss dieser Zeit zu warten.
  4. Personen unter 18 Jahren oder mit instabiler Sehstärke:
    Die Sehstärke sollte mindestens ein Jahr stabil sein. Bei Jugendlichen oder Personen mit weiterhin wechselnder Dioptrienzahl kann die Dauerhaftigkeit des Ergebnisses nicht zuverlässig eingeschätzt werden, weshalb eine Verschiebung angeraten ist.

Wie wird die Laser-Augenbehandlung durchgeführt?

Die Laser-Augenbehandlung ist eine moderne, komfortable und schnelle Option für Menschen, die keine Brille oder Kontaktlinsen tragen möchten. Mithilfe fortschrittlicher Lasertechnologien werden Sehfehler gezielt korrigiert. Der Ablauf wird individuell an den Patienten angepasst.

Welche Lasermethoden kommen zum Einsatz?
Je nach Augenstruktur und Bedarf können verschiedene Techniken gewählt werden:

  • LASIK: Eine der am häufigsten angewandten Methoden. Eine dünne Hornhautschicht wird angehoben, anschließend erfolgt die Laserbehandlung. Die Heilung verläuft meist schnell.
  • PRK: Oberflächenbehandlung der Hornhaut, häufig bei dünner Hornhaut eingesetzt.
  • No-Touch (TransPRK): Berührungslose Methode, die vollständig mit dem Laser durchgeführt wird.
  • SMILE: Minimalinvasives Verfahren, bei dem über einen kleinen Schnitt Hornhautgewebe entfernt wird.

Welche Methode geeignet ist, wird nach einer ausführlichen Voruntersuchung entschieden.

Wie läuft der Eingriff ab?
Zunächst wird der Augenaufbau detailliert untersucht. Dabei werden Eignung, Stabilität der Sehstärke, Hornhautdicke und allgemeine Augengesundheit beurteilt.

Vor dem Eingriff wird eine lokale Betäubung in Tropfenform angewendet, sodass keine Schmerzen empfunden werden. Die Laserbehandlung selbst dauert in der Regel insgesamt etwa 10–15 Minuten für beide Augen.

Während des Eingriffs treten weder Schmerzen noch Druckgefühle auf. Nach der Behandlung kann es kurzzeitig zu Brennen oder Tränen kommen, was meist rasch abklingt.

Die Laser-Augenbehandlung ist ein ambulanter Eingriff. In der Regel kann der Patient noch am selben Tag nach Hause gehen, erhält entsprechende Hinweise und startet die Nachsorgephase.

Ist die Laser-Augenbehandlung sicher?

Die Laser-Augenbehandlung ist ein seit vielen Jahren etabliertes Verfahren, das weltweit von Millionen Menschen genutzt wird und sich technologisch kontinuierlich weiterentwickelt. Bei geeigneter Augenstruktur und Durchführung durch erfahrene Fachärzte gilt sie als sicher und weist hohe Erfolgsraten auf.

Laserverfahren werden in der Augenheilkunde seit über 30 Jahren eingesetzt. In dieser Zeit wurden verschiedene Technologien weiterentwickelt, die Präzision der Geräte verbessert und Komplikationsraten deutlich reduziert – ein wesentlicher Beitrag zur heutigen Sicherheit des Verfahrens.

Moderne Systeme wie SMILE-Laser, Excimer-Laser und Femtosekundenlaser arbeiten mit mikrometergenauer Präzision und ermöglichen maximale Genauigkeit bei minimalem Gewebeeingriff. Entscheidend ist jedoch stets, dass die Behandlung individuell geplant und von einem erfahrenen Augenarzt begleitet wird.

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