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Warum sehen wir Mouches volantes (Glaskörpertrübungen)?

Mouches volantes (Glaskörpertrübungen) müssen nicht immer behandelt werden. Es ist jedoch wichtig zu wissen, wann eine Beobachtung ausreicht und in welchen Fällen sie ein Warnsignal sein können. Lesen Sie diesen Beitrag weiter, um mehr über Mouches volantes und ihre Bedeutung für die Augengesundheit zu erfahren.

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Op. Dr. Murat Ün

Paylaş

Der Begriff Mouches volantes – im Deutschen auch als Glaskörpertrübungen bezeichnet – beschreibt ein visuelles Phänomen, das viele Menschen im Alltag gelegentlich wahrnehmen, ohne genau zu wissen, worum es sich handelt. Besonders beim Blick auf einen hellen Himmel, eine weiße Wand oder einen Bildschirm können kleine, bewegliche Formen im Gesichtsfeld auffallen.

Diese Erscheinungen können wie kleine Fliegen, Fäden oder verschwommene Flecken wirken. Sie bewegen sich mit den Augen und scheinen langsam zu schweben, wenn der Blick fixiert wird.

Was sind Mouches volantes (Glaskörpertrübungen)?

Mouches volantes entstehen durch Veränderungen im Glaskörper, der das Augeninnere ausfüllt und eine gelartige, transparente Struktur besitzt.

In jungen Jahren ist der Glaskörper klar und homogen. Mit zunehmendem Alter – oder in manchen Fällen auch früher – beginnt sich diese Struktur zu verflüssigen. Dabei können sich kleine Verdichtungen, fadenartige Strukturen oder Zellreste bilden. Wenn Licht durch diese Strukturen fällt, entstehen Schatten auf der Netzhaut, die als Glaskörpertrübungen wahrgenommen werden.

Nicht jeder Mensch nimmt Mouches volantes gleich stark wahr. Während manche sie besonders im Freien oder vor hellen Flächen bemerken, fallen sie anderen kaum auf. In den meisten Fällen sind sie harmlos und beeinträchtigen die Sehqualität nicht wesentlich.

Treten jedoch plötzlich viele neue Trübungen, Lichtblitze oder andere Sehstörungen auf, kann dies auf eine ernstere Augenerkrankung hinweisen. In solchen Fällen ist eine augenärztliche Abklärung wichtig.

Warum entstehen Glaskörpertrübungen?

Glaskörpertrübungen zeigen sich häufig als schwarze Punkte, Fäden oder schattenartige Gebilde im Sichtfeld. Medizinisch werden sie als vitreale Opazitäten bezeichnet und stehen meist im Zusammenhang mit Veränderungen des Glaskörpers.

1. Altersbedingte Glaskörperveränderungen

Die häufigste Ursache. Mit zunehmendem Alter verliert der Glaskörper seine homogene Struktur, verflüssigt sich und bildet kleine Verdichtungen, die als Mouches volantes wahrgenommen werden.

2. Kurzsichtigkeit (Myopie)

Bei stark kurzsichtigen Menschen ist der Augapfel länger, was den Glaskörper früher verändern kann. Dadurch treten Glaskörpertrübungen oft schon in jüngeren Jahren auf.

3. Netzhauterkrankungen

In seltenen Fällen können Mouches volantes ein Hinweis auf Netzhautrisse oder andere ernsthafte Veränderungen sein – insbesondere bei plötzlichem Auftreten in großer Anzahl und in Kombination mit Lichtblitzen.

4. Entzündungen im Augeninneren

Augenentzündungen wie Uveitis können ebenfalls zu Glaskörpertrübungen führen, meist begleitet von weiteren Sehstörungen.

5. Augenverletzungen oder Operationen

Traumata oder chirurgische Eingriffe am Auge können die Struktur des Glaskörpers verändern und das Auftreten von Mouches volantes begünstigen.

Wann sind Mouches volantes gefährlich?

In den meisten Fällen sind Glaskörpertrübungen harmlos. Typische, meist unbedenkliche Merkmale sind:

  • einzelne, seit Langem bestehende Trübungen
  • keine Zunahme in Anzahl oder Größe
  • stärkere Wahrnehmung bei hellem Hintergrund

Wann sollte man aufmerksam werden?

Eine augenärztliche Untersuchung ist empfehlenswert, wenn folgende Symptome auftreten:

  • plötzliche und starke Zunahme der Mouches volantes
  • Lichtblitze (Photopsien)
  • Schatten oder „Vorhanggefühl“ im Gesichtsfeld
  • neu auftretende Trübungen nur in einem Auge

Diese Anzeichen können auf eine Netzhautproblematik hinweisen und sollten frühzeitig abgeklärt werden.

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Können Glaskörpertrübungen behandelt werden?

In den meisten Fällen ist keine Behandlung erforderlich. Das Gehirn lernt mit der Zeit, die Trübungen auszublenden, sodass sie subjektiv weniger wahrgenommen werden.

Solange die Mouches volantes:

  • die Sehschärfe nicht deutlich beeinträchtigen,
  • nicht zunehmen,
  • nicht mit weiteren Warnsymptomen einhergehen,

reicht meist eine regelmäßige Kontrolle aus.

Behandlungsmöglichkeiten in ausgewählten Fällen

Wenn Glaskörpertrübungen die Lebensqualität stark beeinträchtigen, können folgende Optionen erwogen werden:

Vitrektomie
Operative Entfernung des Glaskörpers mit Ersatz durch eine spezielle Flüssigkeit. Sehr effektiv, jedoch nur bei klarer medizinischer Indikation sinnvoll.

Laser-Vitreolyse
Gezielte Zerkleinerung größerer Trübungen mittels Laser. Nicht für jede Art von Mouches volantes geeignet; Erfolg hängt von Lage und Struktur ab.

Mouches volantes (Glaskörpertrübungen) sind meist eine harmlose Alterserscheinung des Auges. Dennoch gilt: Treten sie plötzlich, stark oder zusammen mit Lichtblitzen und Gesichtsfeldausfällen auf, sollte eine augenärztliche Abklärung erfolgen. Eine individuelle Beurteilung ist entscheidend, um die Augengesundheit langfristig zu schützen.

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