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Was ist ein Netzhautriss? Die 5 häufigsten Fragen

Ein Netzhautriss führt durch eine entstandene Öffnung in der hinteren Augenschicht dazu, dass Licht nicht mehr korrekt wahrgenommen werden kann. Typische Symptome sind plötzlich auftretende Lichtblitze, fliegende Punkte oder das Gefühl eines grauen Schleiers im Gesichtsfeld. Wird dieser Zustand nicht frühzeitig erkannt, kann er zu einer Netzhautablösung fortschreiten und einen dauerhaften Sehverlust verursachen.

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Op. Dr. Murat Ün

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Ein Netzhautriss ist ein augenmedizinisches Problem, das unbehandelt zu schwerem Sehverlust führen kann. In diesem Beitrag beantworten wir die häufigsten Fragen von Patientinnen und Patienten und geben verlässliche Informationen zum Behandlungsablauf, zur Heilungsphase und zu wichtigen Vorsichtsmaßnahmen.

Was ist ein Netzhautriss?

Die Netzhaut (Retina) ist eine lichtempfindliche Schicht, die die innere Rückwand des Auges auskleidet und eine zentrale Rolle beim Sehvorgang spielt. Ein Netzhautriss liegt vor, wenn sich diese empfindliche Schicht von ihrer Unterlage löst oder ein Riss in ihr entsteht. Solche Risse entwickeln sich häufig in Bereichen, in denen das Netzhautgewebe geschwächt ist.

Ein Netzhautriss macht sich oft durch plötzliche Lichtblitze (Photopsien), fliegende Punkte oder Schatten (Floaters) oder das Gefühl eines dunklen Vorhangs im Gesichtsfeld bemerkbar. In manchen Fällen kann er jedoch auch ohne deutliche Symptome fortschreiten. Daher sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen insbesondere für Risikopersonen von großer Bedeutung.

Da Netzhautrisse eine Vorstufe der Netzhautablösung sein können, spielen eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung eine entscheidende Rolle für den Erhalt der Sehkraft. In diesem Stadium kann das Fortschreiten häufig durch Verfahren wie die Laser-Fotokoagulation verhindert werden.

Heilt ein Netzhautriss von selbst?

Ein Netzhautriss besteht aus kleinen Öffnungen oder Einrissen in der Netzhaut im hinteren Augenabschnitt. Er entsteht meist infolge altersbedingter Glaskörperveränderungen, nach Verletzungen oder bei strukturellen Faktoren wie starker Kurzsichtigkeit. Bleibt ein Netzhautriss unbehandelt, kann er zu einer Netzhautablösung führen, die mit einem schweren und dauerhaften Sehverlust einhergehen kann.

Kann sich ein Netzhautriss also von selbst schließen? Leider nein. Netzhautrisse heilen nicht spontan aus und können sich im Verlauf vergrößern oder zu ernsten Komplikationen führen. Deshalb ist eine frühzeitige Abklärung entscheidend für den Erhalt der Sehfähigkeit.

Aus folgenden Gründen sollte ein Netzhautriss frühzeitig beurteilt werden:

  • Die Netzhaut besitzt keine Selbstheilungsfähigkeit; unbehandelte Risse können fortschreiten.
  • Symptome wie Lichtblitze, plötzlich auftretende schwarze Punkte oder Schatten im Gesichtsfeld können Warnzeichen sein.
  • Durch eine frühe Behandlung (z. B. Laser-Fotokoagulation) kann eine Netzhautablösung häufig verhindert werden.

„Ein unbemerkter Netzhautriss kann mit der Zeit zu ernsthaften Sehproblemen führen.“

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Muss man nach einer Netzhautoperation in Bauchlage schlafen?

Nach einer Vitrektomie zur Behandlung eines Netzhautrisses – insbesondere wenn ein Gas-Tamponade in das Auge eingebracht wurde – empfehlen Ärztinnen und Ärzte häufig die Bauchlage. Der Grund dafür ist, dass das Gas Druck auf die Netzhaut ausübt und so das korrekte Verschließen des Rissbereichs sowie die Heilung unterstützt.

Warum ist die Bauchlage wichtig?

  • Positionierung der Gasblase: Die Gasblase steigt aufgrund der Schwerkraft nach oben. In Bauchlage liegt sie direkt auf dem Rissbereich und unterstützt die Heilung.
  • Stabilisierung der Netzhaut: Die richtige Position erleichtert das Wiederanliegen der Netzhaut und reduziert das Risiko einer erneuten Ablösung.

Wie lange ist die Bauchlage erforderlich?

Die Dauer hängt vom individuellen Befund und der Art des Eingriffs ab. In der Regel sind die ersten Tage besonders wichtig. Bei manchen Patientinnen und Patienten kann es notwendig sein, diese Position über mehrere Wochen hinweg für einen Großteil des Tages einzuhalten. Die genaue Dauer wird individuell vom behandelnden Arzt festgelegt.

Eine unzureichende oder vorzeitig abgebrochene Bauchlage kann den Behandlungserfolg beeinträchtigen. Daher erfordert die postoperative Phase eine sorgfältige Einhaltung der ärztlichen Anweisungen.

Sind Netzhauterkrankungen genetisch bedingt?

Netzhauterkrankungen betreffen die lichtempfindliche Nervenschicht im hinteren Augenabschnitt und können die Sehfunktion erheblich beeinträchtigen. Einige dieser Erkrankungen können genetisch bedingt sein. Insbesondere Personen mit familiärer Vorbelastung haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko.

Genetische Faktoren

Genetische Einflüsse können bei bestimmten Netzhauterkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Erkrankungen wie Retinitis pigmentosa oder angeborene Netzhautdystrophien sind direkt erblich. Auch bei Netzhautrissen kann das Risiko erhöht sein, wenn ähnliche Probleme in der Familie vorkommen – besonders bei Menschen mit starker Kurzsichtigkeit.

Worauf sollten Personen mit familiärer Vorbelastung achten?

  • Regelmäßige augenärztliche Kontrollen wahrnehmen
  • Auch ohne Beschwerden Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen
  • Bei Symptomen wie Lichtblitzen, fliegenden Punkten oder einem „Vorhanggefühl“ sofort eine augenärztliche Abklärung suchen

Eine genetische Veranlagung bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Erkrankung auftritt. Netzhautrisse zählen zu den gut behandelbaren Erkrankungen – entscheidend sind eine frühzeitige Diagnose und regelmäßige Kontrollen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem Netzhautriss?

Ein Netzhautriss ist ein augenärztlicher Notfall, der das Sehvermögen gefährden kann. Er tritt häufig nach einer hinteren Glaskörperabhebung auf und kann unbehandelt zu einer Netzhautablösung führen. Dank moderner medizinischer Verfahren ist heute jedoch eine rasche und wirksame Behandlung möglich.

1. Laserbehandlung

Die Laser-Fotokoagulation ist eine der häufigsten Erstbehandlungen bei einem festgestellten Netzhautriss. Dabei werden mit dem Laser kleine Koagulationspunkte um den Riss gesetzt, um die Netzhaut zu fixieren und ein Fortschreiten zu verhindern.

Vorteile: schmerzarm, meist ohne Narkose, ambulant durchführbar.

2. Operative Verfahren

Bei fortgeschrittenen Befunden oder bereits bestehender Netzhautablösung können chirurgische Eingriffe erforderlich sein:

  • Pneumatische Retinopexie: Ein Gas wird in das Auge injiziert, das die Netzhaut in der richtigen Position hält; anschließend erfolgt eine Laser- oder Kryotherapie.
  • Sklerale Plombierung (Buckle-Operation): Ein Silikonband wird von außen am Auge angebracht, um die Netzhaut wieder an die Augenwand anzulegen.
  • Vitrektomie: Der Glaskörper wird entfernt, die Netzhaut repositioniert und ggf. mit Gas oder Silikonöl stabilisiert.

Nachsorge

Unabhängig von der gewählten Therapie sind regelmäßige Nachkontrollen von großer Bedeutung. Ein behandelter Netzhautriss kann erneut auftreten, oder es können sich im anderen Auge ähnliche Probleme entwickeln. Daher ist die Nachsorge ebenso wichtig wie die Behandlung selbst.rlayabilir veya diğer gözde de benzer sorunlar gelişebilir. Bu yüzden tedavi kadar takip de önemlidir.

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