Menu Close

Augenprobleme in der Schwangerschaft: Vorübergehend oder dauerhaft? Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Schwangerschaft bringt viele körperliche und hormonelle Veränderungen mit sich. Einige dieser Veränderungen können sich auch direkt auf die Augengesundheit auswirken. Verschwommenes Sehen, eine vorübergehende Zunahme der Kurzsichtigkeit oder Veränderungen der Sehempfindlichkeit können werdende Mütter verunsichern. Allerdings ist nicht jedes Symptom ein Hinweis auf ein ernstes Problem. In diesem Beitrag erläutern wir klar und verständlich, warum Augenbeschwerden in der Schwangerschaft auftreten, wann sie als vorübergehend gelten und in welchen Fällen ein Besuch beim Augenarzt sinnvoll ist.

Picture of Murat Ün

Op. Dr. Murat Ün

Paylaş

Die Schwangerschaft ist ein natürlicher Prozess, der den Körper in vielerlei Hinsicht beeinflusst – und auch die Augengesundheit kann davon betroffen sein. Beschwerden wie verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit oder vorübergehende Veränderungen der Sehstärke können bei manchen werdenden Müttern auftreten.

Doch sind diese Symptome normal? Wann sollten Augenprobleme in der Schwangerschaft ernst genommen werden und in welchen Fällen ist ein Besuch beim Augenarzt notwendig? In diesem Beitrag gehen wir ausführlich auf mögliche Ursachen von Augenveränderungen während der Schwangerschaft ein, erklären, wann diese meist vorübergehend sind und wann sie auf ein ernsthafteres Problem hindeuten können. Lesen Sie weiter!

Welche Veränderungen können an den Augen während der Schwangerschaft auftreten?

Während der Schwangerschaft kommt es zu zahlreichen Veränderungen im Körper, die sich auch vorübergehend auf die Augen auswirken können. Einige Schwangere berichten über verschwommenes Sehen, andere empfinden Licht als unangenehmer als zuvor. In den meisten Fällen sind diese Veränderungen eine natürliche Folge hormoneller Schwankungen und veränderter Flüssigkeitsverteilung im Körper.

Welche Augenbeschwerden treten am häufigsten auf?

Die Augenveränderungen können von Person zu Person unterschiedlich sein. Häufig werden jedoch folgende Symptome beobachtet:

  • Verschwommenes Sehen: Durch die erhöhte Flüssigkeitsmenge im Körper kann sich die Hornhautstruktur verändern, was vorübergehend zu Fokussierungsproblemen führen kann.
  • Lichtempfindlichkeit: Die Augen können empfindlicher auf Licht reagieren, insbesondere in hellen Umgebungen.
  • Trockene Augen: Eine verringerte Tränenproduktion kann zu Brennen, Stechen oder Trockenheitsgefühl führen.
  • Probleme mit Kontaktlinsen: Aufgrund hornhautbedingter Veränderungen können Kontaktlinsen während der Schwangerschaft unangenehmer sein.

Diese Beschwerden sind in der Regel vorübergehend und bilden sich nach der Schwangerschaft meist von selbst zurück. Sollten die Symptome jedoch den Alltag deutlich beeinträchtigen, ist es sinnvoll, sie mit einer Augenärztin oder einem Augenarzt zu besprechen.

hamilelikte göz problemleri

Was bedeuten Veränderungen des Augeninnendrucks?

Bei manchen Schwangeren kann der Augeninnendruck während der Schwangerschaft auf natürliche Weise sinken. Für Patientinnen mit Glaukom kann dies zwar zunächst positiv erscheinen, dennoch muss die Behandlung individuell und schwangerschaftsspezifisch angepasst werden. Jede Schwangerschaft verläuft anders, daher ist eine ärztliche Begleitung besonders wichtig.

Ist eine Augenlaser-Operation während der Schwangerschaft möglich?

Eine Augenlaserbehandlung wird während der Schwangerschaft in der Regel nicht empfohlen, sofern kein medizinischer Notfall vorliegt. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Hormonelle Veränderungen: Die hormonellen Schwankungen können die Hornhautstruktur vorübergehend verändern und zu instabilen Messergebnissen führen. Dies kann die langfristige Genauigkeit der Laserbehandlung beeinträchtigen.
  • Veränderter Flüssigkeitshaushalt: Durch vermehrte Wassereinlagerungen kann es zu einer vorübergehenden Verdickung der Hornhaut kommen. Nach der Operation können sich diese Veränderungen zurückbilden und unerwünschte Refraktionsfehler verursachen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Planung?

Wenn eine Person grundsätzlich für eine Augenlaserbehandlung geeignet ist, sollte der Eingriff nach der Entbindung geplant werden. Der optimale Zeitpunkt wird meist einige Monate nach der Geburt festgelegt, sobald sich der Hormonhaushalt stabilisiert hat und eine umfassende augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden kann.

Augenprobleme während der Schwangerschaft sind nicht zwangsläufig dauerhaft. Für irreversible Eingriffe wie eine Laseroperation sollte jedoch das Ende dieser besonderen Phase abgewartet werden. Eine engmaschige ärztliche Begleitung ist hier der sicherste Weg.

Diabetesbedingte Augenprobleme in der Schwangerschaft (Diabetische Retinopathie)

Die Schwangerschaft beeinflusst viele Körpersysteme – auch die Augen. Bei Frauen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes kann sich das Risiko für eine diabetische Retinopathie während der Schwangerschaft erhöhen. Besteht bereits eine Retinopathie, sollte das Fortschreiten der Erkrankung besonders berücksichtigt werden.

Was ist eine diabetische Retinopathie?

Die diabetische Retinopathie ist eine Augenerkrankung, die durch Schäden an den Blutgefäßen der Netzhaut infolge von Diabetes entsteht. Es kann zu Blutungen, Flüssigkeitseinlagerungen oder Neubildungen von Gefäßen kommen. In fortgeschrittenen Stadien kann dies das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen.

Steigt das Risiko während der Schwangerschaft?

Ja. Eine Schwangerschaft kann das Fortschreiten einer bestehenden Retinopathie begünstigen – insbesondere bei unzureichender Blutzuckereinstellung oder langjährigem Diabetes. Daher ist eine engmaschige augenärztliche Kontrolle vor und während der Schwangerschaft besonders wichtig.

Empfohlen wird eine augenärztliche Untersuchung zu Beginn der Schwangerschaft. Abhängig vom Befund gilt:

  • Keine Retinopathie: In der Regel reicht eine erneute Kontrolle im zweiten Trimester.
  • Leichte Retinopathie: Regelmäßige Kontrollen zu Beginn jedes Trimesters können notwendig sein.
  • Fortgeschrittene Retinopathie: Häufigere Kontrollen und gegebenenfalls eine gezielte Therapie nach ärztlicher Einschätzung.

Bedeutung der Netzhautuntersuchung

Da die Netzhaut zur hinteren Augenstruktur gehört, verursacht sie oft lange Zeit keine spürbaren Symptome. Aus diesem Grund ist eine Netzhautuntersuchung (Fundusuntersuchung) für schwangere Diabetikerinnen keine reine Vorsichtsmaßnahme, sondern ein entscheidender Schritt zum Schutz des Sehvermögens.

Augenveränderungen während der Schwangerschaft bedeuten nicht zwangsläufig eine Erkrankung. Bestehen jedoch chronische Erkrankungen wie Diabetes, ist eine regelmäßige Kontrolle essenziell – sowohl für die Gesundheit der Mutter als auch für die des Kindes.önemde oluşabilecek değişikliklerin düzenli takip edilmesi hem sizin hem de bebeğinizin sağlığı açısından büyük önem taşır.

Son Yazılar